Marlies Henke

Im Einsatz für gesunde Zähne und entspannte Patienten – Berufsbild: Zahnmedizinische Fachangestellte

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Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA), so lautet seit 2001 die offizielle Berufsbezeichnung von Zahnarzthelferinnen. Beruflich gesehen steht Menschen mit dieser Ausbildung die ganze Welt offen, denn sie sind in Zahnarztpraxen oder beim Kieferorthopäden ebenso gefragt wie in Zahnkliniken oder Hochschulinstituten für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Aber auch im öffentlichen Gesundheitswesen, in der Dentalindustrie, bei Krankenkassen oder in Abrechnungszentren bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten. Wer also gern Patienten betreut und Zähne faszinierend findet, für den ist der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) vielleicht genau das Richtige.
 
Zahnmedizinische Fachangestellte sind die ersten Ansprechpartner für Patienten und repräsentieren die Praxis am Telefon oder in den Praxisräumen. Sie sorgen für die Verwaltung der Patientendaten, planen Behandlungstermine und erledigen den Schriftverkehr mit den Krankenkassen oder dem Labor.
Zudem sind sie die rechte Hand der Zahnärzte, wenn sie bei Untersuchungen und medizinischen Eingriffen assistieren. Dabei fängt die Assistenz schon lange vor der eigentlichen Behandlung an, zum Beispiel mit dem Zurechtlegen der benötigten Instrumente. Oder, wenn die kleinen und großen Patienten vor der Behandlung beruhigt werden müssen. Darüber hinaus klären ZFA die Patienten auch selbstständig über Mundhygiene, Paradontal- und Kariesprophylaxe auf. Ebenso gehören die Reinigung und Pflege der Instrumente, Apparate und Einrichtungen zu den Aufgaben. 99 Prozent der Zahnmedizinischen Fachangestellten sind übrigens Frauen, weshalb meistens die weibliche Form verwendet wird.
 
Die Ausbildung
Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r ist ein dreijähriger anerkannter Ausbildungsberuf. Die duale Ausbildung findet sowohl in einer Zahnarztpraxis, als auch in der Berufsschule statt. Die Ausbildung beinhaltet Grundkenntnisse des Abrechnungswesens und des Durchführens von zahntechnischen Arbeiten im Labor sowie Kenntnisse über die Praxishygiene und den Umgang mit Arzneimitteln,. Des Weiteren umfasst sie Grundkenntnisse über Krankheiten, Patientenbetreuung, Prophylaxemaßnahmen, die Anwendung von Röntgenstrahlen sowie die Anwendung und Pflege medizinischer Geräte und Instrumente. Die Ausbildung zur ZFA stellt die Grundausbildung dar, auf der fast alle anderen Weiterbildungen aufbauen, wie zum Beispiel Praxismanagerin (PM), Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin (ZMP), Zahnmedizinische Verwaltungshelferin (ZMV) Dentalhygienikerin (DH) oder Zahnmedizinische Fachassistentin (ZMF).
 
Voraussetzungen
Wer sich für den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten entscheidet, braucht vor allem eine soziale Ader. Schließlich hat man es den ganzen Tag mit Menschen zu tun, denen man bei der Behandlung sehr nahe kommt. Als ZFA sollte man also einfühlsam, kontaktfreudig und serviceorientiert sein sowie über Hygienebewusstsein, Geschicklichkeit und Organisationstalent verfügen. Neben Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit sind außerdem Vertrauenswürdigkeit und Verschwiegenheit wichtig. Wem schnell ein Ekelgefühl beim Anblick von Speichel oder Blut überkommt, für den ist dieser Beruf weniger empfehlenswert. Da der Beruf aus den drei wesentlichen Aufgaben Verwaltung, Beratung und Handwerk besteht, sollte man also Planungs- und Organisationsgeschick besitzen und systematisch arbeiten können. (red)


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