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Kristina Kolbe

Kaufleute: Vielfältige Berufsbilder mit spannenden Perspektiven

Die Kontrolle der Ware ist eine der wichtigsten Aufgaben des Einzelhandelskaufmann/-frau

Die Kontrolle der Ware ist eine der wichtigsten Aufgaben des Einzelhandelskaufmann/-frau

Kaufmännische Berufe haben eine lange Geschichte, vom reisenden Händler im Mittelalter über den Vermittler zwischen Kulturen bis hin zur modernen Ausbildung. Das Aufgabenspektrum ist mit der Zeit immer mehr erweitert worden. Wo es früher hauptsächlich um Handel ging, werden heute auch weitere Rollen wie Analyse, Organisation und Kundenberatung von ihm übernommen. Es gibt über 40 verschiedene kaufmännische Ausbildungen, wobei die Zahl sich immer verändert, weil neue dazukommen und alte modernisiert werden. Um eine Ausbildung anzufangen, wird meist eine Mittlere Reife vorausgesetzt und man sollte ein Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, gute Deutschkenntnisse und grundlegende Computerkenntnisse mitbringen. Auch bei uns in der Region gibt es Möglichkeiten für eine Ausbildung.

 

Am häufigsten ist dabei der Kaufmann/-frau für Büromanagement vertreten, welchen man in Unternehmen aller Branchen antrifft und für die Organisation des Büroalltags, die Erledigung von administrativen Aufgaben und die Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern zuständig ist. In der Ausbildung werden Fähigkeiten im Schriftverkehr, in der Buchhaltung, im Projektmanagement und im Umgang mit modernen Bürokommunikationssystemen vermittelt. Er ist für einen reibungslosen Ablauf der Büroprozesse verantwortlich und trägt dazu bei, dass alle Unternehmensbereiche effizient zusammenarbeiten können.

 

Ein kaufmännischer Beruf, der am meisten noch dem klassischen Bild entspricht, ist der Einzelhandelskaufmann/-frau. Seine Aufgaben umfassen Kundenberatung, Warenpräsentation, Verkaufsgespräche und Bestandskontrolle. Man erlernt in der Ausbildung effektive Verkaufstechniken, das Präsentieren von Waren und Bestandsmanagement. Nach der Ausbildung stehen verschiedene Karrierewege offen, wie zum Beispiel Tätigkeiten in Fachgeschäften oder großen Einzelhandelsketten.

 

In vielen industriellen Unternehmen wird auch ein Industriekaufmann/-frau gesucht, welcher dort die kaufmännischen Aufgaben in den Bereichen Materialwirtschaft, Vertrieb und Personal übernimmt. Dafür wird gelehrt, betriebswirtschaftliche Prozesse zu analysieren, Angebote zu erstellen, Verhandlungen zu führen und den Einkauf zu organisieren. Industriekaufleute sind oft Schnittstellen zwischen verschiedenen Abteilungen und tragen maßgeblich zur reibungslosen Organisation des Unternehmens bei.

 

Es gibt aber auch kaufmännische Berufe, die sich auf eine Branche fokussiert haben, wie der Automobilkaufmann/-frau, dessen Ausbildung speziell auf die Anforderungen der Automobilbranche ausgerichtet ist. Er arbeitet in Autohäusern, Werkstätten oder anderen Unternehmen der Automobilindustrie. Seine Aufgaben bestehen aus Beratung der Kunden beim Kauf von Fahrzeugen, das Erstellen von Angeboten, die Fahrzeugbeschaffung und eine reibungslose Abwicklung von Serviceleistungen. Während der Ausbildung werden umfangreiche Produktkenntnisse vermittelt, um Kunden kompetent beraten zu können. Zudem werden auch Kenntnisse in den Bereichen Marketing, Verkauf und Kundenservice erworben. (as)


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