Simon Krüger

Geldanlage in Krisenzeiten? Das müssen Einsteiger jetzt wissen

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Foto: Pixabay, 3207895, mohamed hassan

Kurseinbrüche an den Aktienmärkten, Kurzarbeit, eine getrübte Stimmung in der Wirtschaft - sollen Neuanleger trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie jetzt in Aktien, Fonds und Co investieren? Dafür gibt es gute Gründe. Wer jetzt mit der Geldanlage beginnt, kann zum Beispiel von fallenden Kursen profitieren.
 
Ein finanzielles Polster ist wichtiger denn je
Das Coronavirus beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen. Dennoch sollten gerade jüngere Verbraucher eine andere Gefahr nicht aus den Augen verlieren: Die gesetzliche Rente wird aufgrund der sinkenden Anzahl von Einzahlern für zukünftige Generationen immer spärlicher ausfallen. Deshalb ist es wichtig, privat vorzusorgen, wenn der eigene Lebensstandard im Alter nicht dramatisch sinken soll - Pandemie hin oder her.
 
Dabei gilt: je früher, desto besser. Denn so profitieren Sparer optimal vom Zinseszins-Effekt, bei dem sich das Vermögen mit der Zeit immer schneller vermehrt. Anleger hingegen vermehren ihr Geld durch die Kurserträge ihrer Aktien und Fonds - und manchmal auch mit Dividenden, die Aktiengesellschaften an ihre Aktionäre ausschütten.
 
ETFs als langfristige Geldanlage
Wer sein Geld über einen Zeitraum von zehn oder mehr Jahren anlegen will, sollte es in Exchange Traded Funds (ETFs) investieren. Bei ihnen handelt es sich um börsengehandelte Fonds, welche die Wertentwicklung eines Aktienindex wie beispielsweise des Deutschen Aktienindex (DAX) abbilden.
 
Besonders beliebt ist der ETF MSCI World, der Anteile von über 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern enthält. Mit dabei sind Firmen aus so verschiedenen Wirtschaftsbereichen wie der Finanzwelt, der Gesundheitsbranche, der Informationstechnologie und der Industrie. Seine internationale Aufstellung sowie die breite Streuung über mehrere Branchen hinweg machen ihn zu einer verhältnismäßig sicheren Anlage.
 
Wer jetzt während der Corona-Krise monatlich 50 oder 100 Euro in ETFs wie den MSCI World investiert, erhält seine Anteile zu günstigeren Konditionen als in Zeiten hoher Börsenkurse. Klärt sich das Klima an den Börsen wieder auf, nehmen Anleger die daraus entstehenden Gewinne mit.
 
Beratung hilft
Neuanleger brauchen in Sachen Aktien und Fonds oft Unterstützung. Sie finden diese in der Regel bei ihrer Bank, einem unabhängigen Finanzberater oder bei Finanzdienstleistungsunternehmen wie MLP, der DVAG oder tecis.
 
Wer aufgrund der Corona-Pandemie persönliche Kontakte zurzeit lieber meidet, kann eine Videoberatung vereinbaren. Sie wird von vielen Banken, Sparkassen oder den Finanzdienstleistern angeboten.
 
Zusätzlich gibt es umfangreiche Info-Angebote auf den Webseiten und Social-Media-Kanälen der Anbieter. So liefert beispielsweise die tecis Finanzdienstleistungen AG auf ihrer Instagram-Seite viel Input zum Aktienmarkt, zur privaten Altersvorsorge und zum Vermögensaufbau. Dass ein Finanzdienstleister wie tecis gerade solche Kanäle besonders intensiv nutzt, ist kein Wunder: Das Unternehmen hat sich besonders auf die Beratung jüngerer Anleger spezialisiert.
 
Sicher, aber wenig lukrativ: Tages- und Festgeld
Die Entscheidung für oder gegen Aktien und Fonds hängt auch davon ab, was für ein Anlegertyp der Sparer ist. Wer Geld übrig hat und risikofreudig ist, investiert am ehesten in einzelne Aktien - mit allen damit verbundenen Renditechancen und Risiken. Weniger Risikobereite wählen den Mittelweg in Form von Aktienfonds. Sind diese breit gestreut, gleichen sie Verluste einzelner Titel mit den Gewinnen anderer wieder aus.
 
Wer gar kein Risiko eingehen möchte, legt sein Geld auf Tages- oder Festgeldkonten an. Diese Anlageform ist zwar vor Kursverlusten gefeit, bringt aber auch kaum Gewinn: Die Zinsen für Tages- und Festgeld bewegen sich mit unter zwei Prozent zurzeit unter der Inflationsrate. Derlei Konten eignen sich deshalb im Moment bestenfalls zum "Parken" von Geld.


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