Marco Gruemmer

Planungen für Liga 3 laufen - HSG Ostsee arbeitet intensiv an der Saisonvorbereitung und stellt zwei Neuverpflichtungen vor

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Neustadt/Grömitz. In der vergangenen Woche teilte der Deutsche Handballbund mit, dass der Spielbetrieb in der 3. Liga abgebrochen wird. Bereits im Vorfeld war bekannt das es für diesen Fall keine Absteiger, sondern nur Aufsteiger geben wird. Die HSG Ostsee bleibt somit definitiv in der 3. Liga. Trotz der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie wurde im Hintergrund einiges neu- und umgestaltet und natürlich auch intensiv an der Kaderplanung gefeilt.
 
In der kommenden Saison wird es mit der Ostsee-Handball UG bei der HSG Ostsee einen neuen wirtschaftlichen Träger geben, der die finanzielle Ausgestaltung verantworten wird. Mit den Gesellschaftern Sven Kleindienst (Inhaber des Physiotherapiezentrum am Deich in Grömitz) und Peer Grenke-Klimstein (Wäschedienst Pätzold GmbH & Co. KG), der auch als Geschäftsführer fungiert, teilen sich ein Grömitzer und ein Neustädter Unternehmer künftig die zu erledigenden Aufgaben. Peer Grenke-Klimstein dazu: „Wir müssen unbedingt Gas geben, denn der DHB verlangt von uns, dass wir bis zum 15. Mai verbindlich melden, ob wir am Spielbetrieb der 3. Liga teilnehmen. In dieser Woche konnten wir mit dem ‚Klub111‘ einen weiteren Unterstützer mit ins Boot holen und von unserem Konzept überzeugen. Aber wir brauchen noch weitere Unterstützung, damit die 3. Liga für uns realistisch machbar ist.“ Auch die Spieler der HSG haben bereits ihre Unterstützung für die derzeit schwierige Situation zugesagt und sind bereit, den Gürtel enger zu schnallen.
 
Auch wenn es noch nicht hundertprozentig klar ist, dass die HSG in der kommenden Saison wieder in Liga 3 antritt, konnte nach den Abgängen von Martin Ambrosius (Karriereende), Robert Lüdtke (unbekannt), Philip Poley und Yannick Swoboda (beide berufliche Gründe) zwei Neuzugänge verpflichtet werden. Mit Mats Schramm (Kreis) und Tjark Müller-Belau (Torwart) kommen zwei junge Talente aus der Jugendbundesliga-Mannschaft des VfL Bad Schwartau an die Ostsee.
 
„Die wirtschaftlichen Voraussetzungen sind schwierig, insbesondere weil viele unserer Sponsoren einen touristischen Hintergrund haben und durch die Corona-Krise hart getroffen sind. Deshalb freut es mich umso mehr, das wir mit Mats Schramm und Tjark Müller-Belau zwei Talente für uns gewinnen konnten, die in den vergangenen Jahren beim VfL Bad Schwartau in der Jugendbundesliga gespielt. Die beiden Jungs passen nicht nur charakterlich zu uns, sondern auch deshalb weil Mats aus Neustadt und Tjark aus Grömitz kommt. Wir ergänzen unseren Kader damit mit Talenten aus der Region“, so der sportliche Leiter Frank Barthel.
 
Der 18-jährige Neuzugang Mats Schramm wird mit seinen 2,08 Meter Körpergröße am Kreis agieren. Er sagt: “Die HSG Ostsee ist mein Heimatverein. Ich habe hier meine ersten handballerischen Schritte bei meinem Vater und dem inzwischen verstorbenen Bernd Schubert gemacht. Umso mehr habe ich mich gefreut, das mich Frank Barthel kontaktiert hat. Der 19-jährige Nachwuchstorwart Tjark Müller-Belau sieht das ähnlich: „Auch wenn ich erst seit 2011 in Grömitz wohne, fühle mich hier beheimatet. Hier habe ich 2012 das erste Mal Hallenhandballluft geschnuppert und konnte meiner ersten Erfahrungen machen.“ (red/mg)


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