Alexander Baltz

Positive Haushaltsentwicklung fortgesetzt - Gemeindevertretung Lensahn tagte

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Vereidigung von Hartmut Junge, Florian Hahn und Werner Martinsen (v. lks.).

Vereidigung von Hartmut Junge, Florian Hahn und Werner Martinsen (v. lks.).

Foto: Alexander Baltz

Lensahn. Bereits am 28. Februar war Hartmut Junge erneut zum Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lensahn sowie Werner Martinsen und Florian Hahn zu seinen Stellvertretern gewählt worden. Im Rahmen der Sitzung am vergangenen Mittwoch konnte nun die Zustimmung zur Wahl durch die Gemeindevertreter und die Vereidigung durch Bürgermeister Klaus Winter nachgeholt werden, die coronabedingt verschoben worden war.
 
 
Im Bericht des Bürgermeisters ging Klaus Winter unter anderem auf die Besucherzahlen im Waldschwimmbad ein, das seit dem 10. Juni wieder geöffnet ist (der reporter berichtete). Mehr als 3.840 Besucher stellen seitdem eine gute Auslastung dar; es müssen jedoch mehr Aufsichten im Bad tätig sein, um die Corona-Regeln überwachen zu können. Zum 50-jährigen Bestehen des Waldschwimmbades ist eine neue Homepage geplant. Die Schließung des Sozialkaufhauses bedauerte Klaus Winter - für Lensahn wäre es wichtig, eine solche Einrichtung zu erhalten. Es hätten sich Mitarbeiter gefunden, die an anderer Stelle (eventuell alte AK Halle in der Lübecker Straße) das Kaufhaus fortführen würden, dafür müsste allerdings als Voraussetzung zunächst ein gemeinnütziger Verein gegründet werden.
 
 
Schlussbilanz 2019: Mit einem Jahresgewinn von 571.342 Euro, welcher der allgemeinen Rücklage zugeführt wird, bewegt sich dieser in etwa wie im Jahr 2018. Zudem verfügt die Gemeinde über rund 7,5 Millionen Euro liquide Mittel - damit sind die Rücklagen im Vergleich zu 2018 weiter gestiegen. So seien auch die voraussichtlichen finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie noch gut abzufedern. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt mit 450.000 Euro bei unter 100 Euro pro Einwohner.
 
Museumshof: Die Planungen des Trägervereins des Museumshofes (Landwirtschaftsmuseum Prienfeldhof Lensahn), Eigentümer des Geländes zu werden, laufen weiter (der reporter berichtete). Um die Verhandlungen mit den Kreditinstituten dafür zu vereinfachen, beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, Altschulden des Museumshofes in Höhe von 5.000 Euro zu übernehmen und so zu tilgen. Damit kann der Museumshof das Gelände kaufen und der Trägerverein Bundesmittel abrufen. Denn die Bedeutung und der Erhalt des Museumshofes sei für Lensahn und ganz Ostholstein unbestritten und wichtig, so der Bürgermeister.
 
 
Straßenausbauverträge: Die Kommunalaufsicht des Kreises Ostholstein hat darauf hingewiesen, dass die gemeindliche Straßenausbaubeitragssatzung nicht der aktuellen Rechts- und Erlasslage entspricht. Ursprünglich betrug der Beitragsanteil für Anliegerstraßen 75 Prozent. Bei Anliegerstraßen soll ein geringerer Prozentsatz für Anwohner erhoben werden. Satt der von der Gemeinde geplanten 45 Prozent müssen laut Kommunalaufsicht allerdings mindestens 51 Prozent als Untergrenze bei Anliegerstraßen eingehalten werden. Bei Haupterschließungsstraßen wird der Anteil auf 25 Prozent, bei Hauptverkehrsstraßen auf 10 Prozent abgestuft. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Beschlussvorschlag zur Änderung der Satzung angenommen. (ab)


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