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Simon Krüger

Nachhaltig leben - Fünf Ideen für weniger Kram auf mehr Wohnraum

Bild: Pixabay.com @ Muntzir

In einer Mietswohnung geben die Platzverhältnisse das Maß möglicher Anschaffungen vor. Dagegen werden Keller und Dachboden im eigenen Häuschen mit den Jahrzehnten oft zur unübersichtlichen Lagerfläche. Für ein nachhaltiges Leben lohnt es sich, gelegentlich mit den folgenden Tipps Ordnung zu schaffen.

 

Idee Eins: Minimalistisch einrichten
Im modernen Leben ist Minimalismus eine nachhaltige Lebenseinstellung. Durch eine multifunktionale Möblierung bekommen selbst kleine, enge und verwinkelte Räume einen gemütlichen Charme. Ein Klappbett im Schlafzimmer, ausziehbare Tischflächen im Esszimmer oder ein paar Regalflächen unter der Treppennische bieten Stauraum und sehen aufgeräumt aus. Bei Anschaffungen sollten die Bewohner immer über Alternativen nachdenken. Der Neukauf einzelner Möbelstücke ist weniger nachhaltig als eine Möbelkombination, beispielsweise eines Seitenregals zu einem bereits vorhandenen Badezimmer-Unterschrank.

 

Idee Zwei: Alle zwei Jahre gedanklich umziehen
Um Kosten für ein Umzugsunternehmen zu sparen, wird der Hausstand zuerst aussortiert und nur Nötiges mitgenommen. Beim gedanklichen Umzug werden ebenfalls alle Gegenstände in allen Räumen unter die Lupe genommen. Was in der Zwei-Jahres-Frist nicht in Gebrauch war, bleibt garantiert für weitere Jahre ein ungenutzter Staubfänger. Solche vergessenen Spielsachen und übrige Haushaltsgegenstände bringen auf einem Flohmarkt vielleicht noch Geld. Nachhaltig kann bei noch ordentlicher Funktionalität auch die Spende an Hilfsorganisationen sein.

 

Idee Drei: Keller- und Dachbodenfunde umfunktionieren
Der gedankliche Umzug macht Spaß. Manch verborgener Schatz kommt mit einem freudigen "Aha" wieder aus dem Verborgenen. Umfunktionieren bedeutet, einen Gegenstand mit geringstmöglichem Aufwand an Energie und neuen Ressourcen wieder ansehnlich und funktional zu gestalten. Kinder sind Weltmeister dabei, sich für die Kellerfunde neue Verwendungen auszudenken. Kaputte Schuhe werden zu Blumentöpfen, ein vergessenes Holzbrett zur Lampenhalterung einer Nischenlampe oder die olle Fahrradkette zur schicken Ampelhalterung für Blumentöpfe auf dem Balkon.

 

Idee Vier: Selber machen statt neu anschaffen
Geschickte Heimwerker sehen in alten Möbeln, selbst in einer Ansammlung loser Bretter tausend neue Einrichtungsmöglichkeiten. Wo immer es möglich ist, entsteht mit ihren Ideen aus einer alten Tischplatte eine Küchentheke, aus den ausgedienten Tischbeinen ein Geländer zwischen Kordelschnüren für die Terrasse. Im Sinne des Minimalismus ist es fast immer möglich, aus zwei alten Möbelstücken mindestens ein neues selbst zu kreieren. Sind solche Reserven nicht vorhanden, spart das Einkaufen von einzelnen Bauelementen Geld und schafft sogar Unikate, die mindestens so funktional wie vergleichbare Einrichtungsstücke aus Standard-Massen-Produktion sind.

 

Idee Fünf: Wohnraum zu Umweltzonen erklären
Nachhaltig leben wird zur allgegenwärtigen Lebenseinstellung durch ständiges Erinnern. Das gelingt gut durch kleine Merkhilfen wie die eigens erklärte Umweltzone nach Wohnräumen. Ein Anstrich in ökologischen Farben teilt beispielsweise Kinder- und Schlafzimmer in das beruhigende Strand- und Inselbiotop, Wohnzimmer mit Sonnenfarben in eine städtische Atmosphäre oder Flur und Feuchträume in Bergregionen oder Wasserzonen, ganz nach individuellen Umweltideen. Langfristig hilft dieser optische Reiz dabei, sich immer neu auf den Minimalismus zu besinnen und das Leben danach einzurichten.

 

Fazit:
Die Entscheidung für ein nachhaltiges Leben verbessert die Achtsamkeit auch für die Einrichtung des Wohnumfeldes. Upcyclen statt wegwerfen oder selber basteln statt fertig kaufen machen gleichzeitig Spaß und schonen die Umwelt. Zwischendurch eine Inventur der Einrichtung wie vor einem Umzug hält außerdem das Leben frei von unnötigem Krimskrams im Keller und auf dem Dachboden.


UNTERNEHMEN DER REGION

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