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Marco Gruemmer

GGemS Lensahn: Gemeinsam gegen Mobbing

Schülerinnen und Schüler, die künftig zum Thema Mobbing als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Schülerinnen und Schüler, die künftig zum Thema Mobbing als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Bild: Hfr

Lensahn. Mobbing ist ein Thema, mit dem viele Schulkinder im Laufe ihrer Schulzeit in Kontakt kommen. Doch wie verhält man sich richtig? Wo bekommt man Hilfe? Wann spricht man von Mobbing und wann ist es ein Konflikt? Mit diesen Fragen können sich Schulkinder der Grund- und Gemeinschaftsschule (GGemS) Lensahn ab sofort an die „Starken Schüler“ und „Starken Kids“ wenden.

„Starke Schüler“ und „Starke Kids“ sind Schülerinnen und Schüler, die sich in den letzten Wochen besonders mit dem Thema Mobbing und Konflikte auseinandergesetzt haben und künftig als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Ausbildung wurde von der „GEGEMO“ übernommen und vom Förderverein der Grund- und Gemeinschaftsschule Lensahn finanziert.

Die Organisation „GEGEMO“ (Gemeinsam gegen Mobbing) wurde 2018 von Simon Huck und Jannis Baalmann gegründet, um sich bundesweit für ein sozialeres Miteinander an Schulen einzusetzen. Die beiden Experten haben in Kooperation mit der Leuphana Universität das Phänomen Mobbing neu gedacht und innovative Lösungsansätze erarbeitet, die beim Ursprung des Problems ansetzen und ihm systematisch entgegenwirken.

Für die „Starken Kids“ durften sich Schüler aus den Klassenstufen drei und vier bewerben, wovon 25 Kids die Ausbildung starteten. An zwei Tagen lernten sie, wie sie ihren Mitschüler bei Konflikten mit anderen Kindern helfen können. Zusätzlich möchten sie für ein besseres Miteinander sorgen und zum Beispiel Pausenangebote organisieren.

Für die „Starken Schüler“ wurden 16 Jugendliche aus den Klassenstufen sieben und acht ausgebildet. Sie haben im Rahmen der zweitägigen Ausbildung verschiedene soziale Kompetenzen und Fähigkeiten, zum Beispiel Konfliktfähigkeit, trainiert. Zudem wurde der Unterschied zwischen Konflikt, Mobbing und Schikane deutlich gemacht. Sie haben gelernt wie sie in Mobbing-Situationen Betroffenen helfen können ohne sich selbst in Gefahr zu bringen oder die Situation zu verschlimmern.

Eine weitere Aufgabe der „Starken Schüler“ wird sein, Patenschaften für die ersten und fünften Klassen zu übernehmen. Die Erst- und Fünftklässler werden durch ihre Paten weitere Unterstützung erhalten, wie unter anderem Pausenangebote, Schulführungen oder Begleitung an besonderen Tagen (Basteltage, Ausflüge), damit die Schulkinder noch mehr Sicherheit in ihrem neuen Schulalltag gewinnen können.

Zudem fanden zwei Präventionstage in den beiden fünften Klassen statt. Die Präventionstage zum Thema Mobbing wurden ebenfalls von Simon Huck durchgeführt. Der Förderverein der GGemS Lensahn hat für die Finanzierung der beiden Projekte gesorgt. (red/mg)


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