Simon Krüger

Inflation in Amerika drückt den Euro unter die zuvor bestehende Parität

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Analysten und Experten werden diese Entwicklung wahrscheinlich vorausgeahnt haben: Der Euro rutschte unter die bisherige Parität mit dem Euro. Nachdem die Kurswerte zwischen US-Dollar und Euro jahrelang - mit Unterstützung der EZB und der FED - ungefähr gleich waren, liegt der Wert des US-Dollars nun deutlich über dem des Euros. Aber wie konnte das passieren und was bedeutet das für die Zukunft?

 

Zu viele Krisen haben die Wirtschaft geschwächt
Die Welt erlebt momentan eine globale Krise nach der anderen. Nachdem die Pandemie die Wirtschaft weitestgehend zum Stillstand gebracht hatte, entwickelten sich zudem auch Lieferengpässe. Schuld daran sind nach Meinung der Experten zum großen Teil die länderübergreifenden Lieferketten und die Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen. All diese Krisen konnten der Parität zwischen Euro und US-Dollar bislang nichts anhaben. Nachdem allerdings Anfang diesen Jahres der Konflikt in der Ukraine eskalierte, führte dieser zu einer erheblichen Mehrbelastung der Wirtschaft. Da diese allerdings schon durch die vorherigen Krisen arg gebeutelt waren und nur mit milliardenschweren Soforthilfeprogrammen stabilisiert werden konnte, brachte der neue Konflikt die Wirtschaftsstabilität jetzt zum Einsturz.

 

Durch die bis dato künstlich niedrig gehaltenen Leitzinsen wurde eine Inflation vorangetrieben, die nun regelrecht explodiert. Um die Wirtschaft trotzdem zu retten, erhöhten zwar die Federal Reserve Bank und die Europäische Zentralbank innerhalb kürzester Zeit ihre jeweiligen Zins-Leitsätze, doch für den Euro kam diese Maßnahme eindeutig zu spät. Der Grund dafür liegt bei der Finanzsituation einiger Mitgliedsländer. Spanien, Italien und Griechenland sind extrem verschuldet. Steigende Zins-Leitsätze sorgen für weniger Kapital und somit für mehr Schwierigkeiten bei der Wirtschaft in diesen Ländern. Ebenso spielt natürlich die Abhängigkeit Europas von russischem Öl und Gas eine entscheidende Rolle. Da bei weiterem Mangel von diesen Rohstoffen auch dies die Wirtschaft massiv bedroht und die Inflation dadurch weiter verschärft wird.

 

Was heißt das für die Zukunft des Euros?
Für den Devisenhandel bedeutet der Wegfall der Parität das der Euro nicht mehr unbedingt als stabile Rückzugswährung genutzt werden sollte. Auch wenn man beim sogenannten Forex trading und an den weltweiten Devisenmarktplätzen von den Folgen der Kurs-Schwächung des Euros bislang noch nicht so viel mitbekommt, zeigt sich schon eine erste gefährliche inflationäre Entwicklung für die Zukunft. Inwieweit sich dieser Trend fortsetzt - oder sich sogar noch steigert - hängt vor allem von der aktuellen Ukraine-Krise und von der politischen Situation nach der Krise ab. Nur wenn man es innerhalb der nächsten Monate schafft, die wirtschaftliche und politische Situation wieder möglichst annähernd wieder wie vor der Krise aufzubauen, hat der Euro die Chance, sich weiter zu stabilisieren. Gelingt dies nicht - und davon ist aktuell wohl auszugehen - dann werden die Devisenmärkte eine weitere Abschwächung des Euros erleben.

 

Dabei sollte man bedenken,dass ein fallender Euro, gerade für die besonders verschuldeten Staaten, einer absoluten Katastrophe gleichkommt. Im schlimmsten Fall löst der fallende Eurokurs eine negative Spiralentwicklung aus: Eine sinkende Währung führt zu einer abstürzenden Wirtschaft, was wiederum den Euro negativ beeinflusst. Den Teufelskreis kann man nur durchbrechen, wenn man es schafft, die Wirtschaft wieder auf sichere Füße zu stellen und dabei die Versorgung mit Gas und Öl zu sichern. Das dies gelingen kann, müssen jetzt die Politiker ihren Wählern beweisen.


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