Simon Krüger

Aktuelle Trends in der Welt der Blockchain und Kryptowährungen

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Foto: Pixabay.com @ MichaelWuensch

Die Themen Blockchain und Kryptowährungen sind in aller Munde. Auch große Unternehmen wie PayPal, Visa und Tesla haben im letzten Jahr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie gezeigt. Tesla, Square und MicroStrategy sind inzwischen sogar selbst im Besitz von Bitcoin. Die Unternehmen setzen darauf, dass das Bankensystem Marktanteile einbüßen wird, die dann von Kryptos abgedeckt werden. Durch die steigende Nachfrage nach Kryptowährungen und deren zahlreichen Vorteilen steigt der Preis und die Unternehmen profitieren größtenteils.

 

Immer mehr sichere Marktplätze für Kryptowährungen
Viele Menschen wollten schon früh Kryptowährungen kaufen, wurden aber von dem teilweise schwierigen Prozess vor dem Kauf abgeschreckt. Auch Ungewissheiten rund um die Angelegenheit waren lange ein mit Skepsis betrachteter Punkt. Doch das alles gehört seit einiger Zeit der Vergangenheit an, zumindest wenn Anleger ihre Kryptowährungen auf Wallets oder vertrauenswürdigen Exchanges aufbewahren.

 

Mit renommierten Handelsplattformen können Anleger mittlerweile sicher Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. kaufen. Investiert werden sollte über regulierte Anbieter, da diese Finanzaufsichtsbehörden unterstehen. Anfänger erhalten meist die Möglichkeiten, mithilfe eines kostenlosen Demokontos die Plattform risikofrei zu erkunden. Zudem wird einem die Möglichkeit geboten, unter anderem mit CFDs und Hebel zu handeln. Auch gängige Zahlungsmethoden wie PayPal, Kreditkarte oder auch Neteller werden akzeptiert. Auch immer mehr Apps bieten Kryptowährungen an: Neo-Broker wie Scalable.Capital und Trade Republic haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Aktienhandel der breiten Masse zugänglich zu machen. Dafür haben sie einfach zu bedienende Apps für iOS und Android entwickelt. Inzwischen können Anleger in diesen Apps auch Kryptowährungen kaufen, allerdings meistens nur die großen Coins, also Bitcoin, Ethereum, Litecoin und einige weitere. Darüber hinaus kann das Geld hier nur in Kryptowährungen angelegt werden, man kann also nur von der Wertentwicklung profitieren, aber nicht mit Kryptowährungen bezahlen oder diese versenden.

 

Um für mehr Sicherheit in Sachen Kryptowährungen zu sorgen, führte das Land Schleswig-Holstein bereits 2020 eine "Bitcoin-Polizei" installiert, die gegen Betrügereien in der Szene vorgeht. Dass das Land teilweise sehr modern mit der Thematik umgeht, zeigt sich auch im Insel-Camp in Fehmarn, die neben traditionellen Zahlungsmitteln auch den Bitcoin akzeptiert.

 

Metaverse, NFTs und Stock2Flow
Erst vor wenigen Wochen kündigte Facebook an, das Unternehmen in "Meta" umzubenennen. Im Prinzip bedeutet das, dass das soziale Netzwerk Facebook weiterhin den Namen Facebook trägt, auch Instagram bleibt Instagram und WhatsApp bleibt WhatsApp, nur der Mutterkonzern der sozialen Netzwerke wird von Facebook in Meta bzw. Meta Platforms umbenannt. CEO Mark Zuckerberg setzt damit auf einen neuen Trend, das sogenannte Metaverse. Das Metaversum ist eine virtuelle Welt, in der die Menschen in der Zukunft einen Großteil ihrer Zeit verbringen könnten. In dieser Welt könnte die Menschheit in virtuellen Büros zusammenarbeiten, sich mit Freunden treffen, ins Kino oder in ein Museum gehen und sogar gegeneinander oder miteinander spielen. Das Metaverse wurde bereits in dem Film "Ready Player One" von Star-Regisseur Steven Spielberg thematisiert. Um das Metaversum zu entwickeln ist auch die Technologie rund um Kryptowährungen und die Blockchain wichtig. Dieser virtuelle Raum würde wahrscheinlich eine eigene, weltweit gültige Kryptowährung nutzen, mit der User ihre Ausgaben bezahlen würden. Die Ausgaben im Metaverse würden denen in der echten Welt ähneln.

 

Auch NFTs könnten im Metaverse eine wichtige Rolle spielen. NFT steht für Non-Fungible Token, also für ein einzigartiges Objekt in der Blockchain. Man kann verschiedene digitale Dateien in NFTs umwandeln, zum Beispiel Lieder oder Bilder bzw. Grafiken. Das Interessante an der Technologie ist, dass man im Prinzip durch die Blockchain immer genau weiß, wer der Besitzer des Originals ist, es wird also ein gewisser Schutz vor Fälschungen und Kopien geboten. NFTs könnten im Metaverse genutzt werden, um einzigartige, fälschungssichere "Skins" zu erstellen. Skins sind Kleidungsstücke oder andere Anpassungen der Optik des Avatars in einem Computerspiel. Im Metaversum könnten Skins das Aussehen der Avatare verändern, so könnten User beispielsweise auch im Metaverse teure Rolex-Uhren tragen oder anderweitig ihren Wohlstand oder gutes Aussehen zur Schau stellen.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt für Krypto-Anleger ist aktuell das Stock2Flow-Modell. Dieses Model dient zur Vorhersage der Preisentwicklung des Bitcoins. Bisher konnte das Modell den Bitcoin-Preis sehr genau vorhersagen. Allerdings sieht es aktuell danach aus, als würde das Stock2Flow-Modell scheitern. Während das Modell beispielsweise für den November 2021 einen Bitcoin-Preis von 106.831 US-Dollar vorhergesagt hat, lag der Bitcoin-Preis tatsächlich nur bei 59.769 US-Dollar. Seit dem Mai 2021 liegt die Preisvorhersage des Stock2Flow-Modells über dem echten Preis. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wäre das ein harter Schlag für Bitcoin-Investoren, da damit das zuverlässigste Vorhersage-Modell endgültig scheitern würde.


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