Simon Krüger

Sicherheit im Badezimmer - So geht's richtig

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Foto: Pixabay.com @ Lisaphotos195

Ein Badezimmer sollte funktional und optisch ansprechend sein. Doch in erster Linie und vor allem anderen sollte das Bad sicher sein. Wir zeigen, was Sicherheit im Badezimmer ausmacht und wo Risiken lauern. Außerdem geben wir Tipps, wie man sein Badezimmer sicherer gestalten kann.
 
Diese Gefahren können im Badezimmer lauern
Wie auch im restlichen Haushalt, lauern im Badezimmer viele Gefahren. Doch mit einigen Tipps und Tricks in Sachen Gestaltung lassen sich diese einfach umgehen. Aber welche Gefahren lauern eigentlich im Badezimmer?

  • heißes Wasser
  • hohe Schwellen
  • lose Badvorleger
  • rutschige Fliesen, Badewanne oder Dusche
  • schwer erreichbare Gegenstände
  • ein hoher Badewannenrand
  • eine Dusche mit Kante

Wer sein Bad rundum sicher gestalten möchte, sollte sich näher mit dem Thema barrierefrei wohnen befassen. In vielen Fällen ist die Umgestaltung der Wohnung sogar förderbar. Natürlich muss es nicht immer eine komplette Sanierung sein, um das Badezimmer unfallfrei zu gestalten. Es gibt auch einfache Mittel und Wege, die Sicherheit zu erhöhen.
 
Einfache Lösungen für ein unfallfreies Badezimmer
Die größte Gefahr im Badezimmer besteht darin, auszurutschen. Duschen und Badewannen lassen sich mit rutschfesten Einlagen aus Kautschuk oder anderen Materialien sicherer gestalten. Eine ideale Ergänzung dazu sind Dusch- oder Badewannenvorleger. Badteppiche für Komfort und Sicherheit gibt es in unterschiedlichen Ausführungen wie etwa aus Walkfrottier. Ein großer Vorteil bei diesen ist die hohe Saugfähigkeit. Daneben fühlt sich das Material an den Füßen kuschelig weich an. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Saugfähigkeit - der Duschvorleger sollte auch rutschfest sein.
 
Mittlerweile gibt es auch eine große Auswahl an Haltegriffen für das Badezimmer. Auch wenn man noch jung ist und sich fit fühlt, kann die Installation solcher Griffe sinnvoll sein und die Sicherheit erhöhen. Beim Baden und Duschen weiten sich die Blutgefäße, was zum Blutdruck senken führen kann. Infolge dessen kann einem beim Aussteigen aus Wanne und Dusche schwindelig werden. Für solche Fälle ist es gut, wenn man nach einem Haltegriff fassen kann. Sitzgelegenheiten wie Duschhocker und an der Wand befestigte Klappsitze können in solchen Fällen als auch im Alter helfen, das Gleichgewicht nicht zu verlieren.
 
Wenn man nachts auf Toilette muss, ist es gut, wenn das Badezimmer ein Nachtlicht bzw. einen Bewegungsmelder besitzt. So genannte Orientierungslichter mit Bewegungssensoren leuchten meistens blass und schwach. Sie beleuchten minimal und sind daher besonders gut geeignet. Leben Kinder mit im Haushalt, kann es sinnvoll sein, daran zu denken, Thermostate mit Heißwassersperre bzw. Temperaturbegrenzer zu installieren.
 
Größere Umbaumaßnahmen für ein Höchstmaß an Sicherheit
Neben kleinen, schnell umsetzbaren Tipps zur sicheren Gestaltung des Badezimmers sind auch größere Umbaumaßnahmen möglich. Liegt ein Pflegegrad vor, kann bei der Pflegeversicherung für den barrierefreien Badumbau ein Zuschuss von bis zu 4.000 Euro beantragt werden.
 
Heutzutage gibt es vielfältige Möglichkeiten für die barrierefreie Gestaltung des Badezimmers. Rutschhemmende Fliesen oder mit Antirutschbändern versehene Fliesen zum Beispiel bieten einen hohen Sicherheitsfaktor. Bei körperlichen Einschränkungen sollte nach Möglichkeit auf bodengleiche Duschen und Badewannen mit niedrigem Einstieg zurückgegriffen werden können.


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